Lecker würzen – aber richtig geschmackvoll


Gewürze und Kräuter spielen in der guten Küche eine Hauptrolle. Mit ihrer feinen Würze und ihren zarten Aromen krönen sie sämtliche Speisen und machen diese erst zu einem Hochgenuss für Leib und Seele. Gewürze und Kräuter bringen jedoch nicht nur unsere Geschmackssinne auf den Genussgipfel, die meisten fördern sogar noch unsere Gesundheit. So wirken sie unter anderem anregend, erwärmend oder fördern eine gesunde Verdauung. Mit ihrer Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen fördern sie also nicht nur den Wohlge­­­­­schmack, sondern steigern nebenbei auch noch unser Wohlbefinden und helfen sogar beim Abnehmen. Denn Essen ohne Geschmack macht keinen Spaß – und ohne Spaß kann man schlecht abnehmen.


Perfekte Würze zur richtigen Zeit
Alle Kräuter und Gewürze haben ihre individuelle Verwendung beim Kochen. Manche eignen sich besonders zum Würzen von Fleisch, Fisch oder Geflügel, andere wiederum verfeinern eher Suppen, Gemüse oder Salate. Dabei ist die Geschmacksvielfalt riesengroß. Beim richtigen Würzen kommt es aber nicht nur darauf an, welches Gewürz oder Kraut man für welche Speise verwendet, sondern auch wie man diese korrekt verwendet. So gibt es Kräuter und Gewürze, die man grundsätzlich mit den Speisen mitkochen sollte, andere werden erst nach Ende der Zubereitung den Speisen zugefügt. Für die meisten Gewürze gilt jedoch, dass man diese erst im letzten Fünftel der Garzeit den Speisen zufügt, weil sich sonst die zarten Aromen durch zu langes Kochen verflüchtigen.

Würz-Tricks der Profis
Eine zu stark eingekochte dunkle Bratensoße mit bitterem Beigeschmack retten Profiköche mit Rosmarin. Einfach in den letzten Minuten einen Rosmarinzweig in der Soße mitköcheln und anschließend wieder entfernen. So bekommt die Soße einen herrlich runden Geschmack. Gewürze wie Pfefferkörner, Wacholder oder Koriandersamen sollte man kurz in einer heißen Pfanne ohne Fett anrösten und erst danach mahlen oder zerstoßen. Durch das Rösten wird das Würzaroma deutlich intensiviert. Frisch geriebene Muskatnuss ist bei Sterneköchen in aller Munde. Sogar klaren Brühen verleiht dieses Gewürz eine besondere Note. Getrocknete Kräuter werden noch aromatischer, wenn man sie vor dem Würzen mit den Händen oder Fingern zerreibt. Frische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum sind natürlich in der Küche das Nonplusultra. Fein geschnitten lassen sich frische Kräuter auch gut einfrieren. Kleine Kunststoffdöschen wie die aus den Kinder-Überraschungseiern eignen sich hervorragend, um portionsgerechte Kräutermengen einzufrieren.


Kleine Kräuterkunde – Kräuter von A bis Z
Kräuter sind frisch oder getrocknet erhältlich. Ob frisch oder getrocknet, feine Kräuter erfreuen Gaumen und Gesundheit gleichermaßen.

Anis
Die Samen des bis zu 50 cm hohen Krautes werden im Herbst geerntet und getrocknet. Ihr süß-würziges Aroma verfeinert Backwaren, Süßspeisen und Kompotte, aber auch Soßen, Gemüse, Salate und Rotkraut.  Die etherischen Anisöle fördern eine gesunde Verdauung.

Basilikum
Dieses stark duftende Kraut ist das ganze Jahr über frisch in Töpfen zu kaufen. Ideal zum Würzen von Fleisch, Saucen, Blattsalaten und Tomaten mit Mozzarella. Die Basilikumblättchen werden abgezupft und kurz vor dem Servieren den Speisen zugegeben. Etherische Öle und Gerbstoffe helfen bei Blähungen und Darminfektionen.

Estragon
Das bis 1 m hoch werdende Kraut kann das ganze Jahr über in Töpfen gekauft werden. Estragon schmeckt aromatisch herbbitter, etwas anisähnlich. Mit den kleingeschnittenen Blättern würzt man Geflügel- und Fischgerichte sowie feine Saucen. Estragon fördert die Verdauung und beugt Eisenmangel vor.

Liebstöckel
Das Gewürz ist auch bekannt als Maggikraut und frisch im Supermarkt erhältlich. Es schmeckt würzig-pikant und passt ideal zu Suppen und Eintöpfen, Fleischsauce, Fisch, Salat und Quark. Im Gegensatz zu anderen Kräutern gewinnt Liebstöckel beim Kochen an Geschmack. Es wirkt harntreibend und schützt vor Blutarmut.

Lorbeer
Lorbeerblätter werden meist getrocknet verwendet und haben eine intensive Würzkraft, die sich beim Kochen entfaltet. Man verwendet sie für Eintöpfe, Brühen, Marinaden und Füllungen. Die Beeren und Blätter des Lorbeerstrauches gelten als antiseptisch, verdauungsfördernd und lindern rheumatische Beschwerden.

Majoran
Dieses Kraut ist im Aroma herb und pfeffrig. Es verleiht Knödeln und Kartoffeln einen interessanten Geschmack. Auch Speck, Schinken, Gulasch und Gegrilltes erhält durch Majoran eine besondere Note. Majoran schmeckt nicht nur frisch, sondern ist auch als getrocknetes Kraut empfehlenswert. Es macht deftige Speisen leichter verdaulich.

Minze
Dieses erfrischende Kraut bereichert Gemüse-, Fleisch- und Wildgerichte. Minze lässt sich auch gut mit Zitrone kombinieren. Sie aromatisiert auch Joghurt, Salate, Saucen und Tee. Die echte Pfefferminze enthält zudem das ätherische Öl Menthol. Ein Pfefferminztee schmeckt erfrischend und hilft bei Magenproblemen und Verdauungsstörungen.

Thymian
Das bekannte Heil- und Würzkraut schmeckt besonders intensiv und passt besonders zu Wildbraten, Lamm, Gewürzgurken, Kartoffelsuppe und Pilzgemüse. Ob frisch oder getrocknet, Thymian sollte nur sparsam verwendet werden. Als Heilkraut hilft es bei Bronchtis, Asthma, grippalen Infekten und Verdauungsstörungen.

Rosmarin
Rosmarin besitzt durch sein ätherisches Öl Kampfer ein ausgeprägtes und würziges Aroma. Es wird bevorzugt in Suppen, für Lamm, Grillfleisch, Geflügel und Wild verwendet. In der Naturmedizin wird Rosmarin wegen seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften geschätzt und erfolgreich bei niedrigem Blutdruck in Form von Tee eingesetzt.

Salbei
Salbeiblätter enthalten ein ätherisches Öl, das ihnen ein intensives Aroma und einen zartbitteren Geschmack verleiht. Mit Salbei würzt man helles Fleisch, Schweinebraten, Suppen und Gemüse. In der Naturheilkunde wird Salbei zur Förderung der Verdauung eingesetzt. Besonders geschätzt ist seine entzündungshemmende Heilkraft, die gezielt z.B. bei Halsschmerzen genutzt wird.

Zitronenmelisse
Der zitronenartige, bitter-würzige Geschmack dieses Krautes verfeinert Salate, Wild- und Pilzgerichte, wobei es nicht mitgekocht wird. Außerdem eignet es sich als Ersatz für Zitronenschalen in diversen Rezepten. Man erhält Zitronenmelisse ganzjährig frisch in Töpfen. Nicht nur als Gewürz, sondern auch als Tee ist ihre harmonisierende Wirkung sehr geschätzt.

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