Jürgen Deffner
 
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Canneloni à la Jürgen

Zutaten für 6 Personen:


Teigrollen:
200 g Mehl
5 Eier
Salz
Olivenöl
etwa 1/4 Liter Wasser

Füllung:
ca. 700 g Spinat (Tiefkühltruhe)
500 g gemischtes Hackfleisch
getrocknetes Oregano
frische, gehackte Petersilie
2 Knoblauchzehen (Fans nehmen mehr)
5 Eier
4 EL Semmelmehl
ca. 3 EL Tomatenmark
Petersilie,
Salz und Paprika zum Nachwürzen
frisch geriebener Parmesankäse
Olivenöl zum Beträufeln

Zubereitung:

Bereite aus Mehl, Eiern, Salz und Wasser einen dünnen Pfann-kuchenteig, gönne diesem ein paar Stunden Ruhe und backe dann daraus ca.18 Pfannkuchen in einer kleinen Pfanne.

Diese meditative Vorbereitungshandlung erledige ich selbst bereits am Vortage, damit ich mich mit größerer Intensität der Füllung zuwenden kann. Nun denn, brate den zerdrückten Knoblauch (ich bin Fan und nehme deshalb 5-6 Zehen) mit Hackfleisch und den Gewürzen zu einer
krümeligen Masse, die zu diesem Zeitpunkt vom Aussehen her bei weitem nicht das erwarten lässt, was der traumhafte Geschmack
später erfüllt.

Nimm jetzt die Pfanne vom Feuer und lasse die soeben beschriebene Masse etwas abkühlen, danach bringe sie in eine innige Verbindung
mit den Eiern, dem Semmelmehl und dem Tomatenmark. Würze mit Salz, scharfem Paprikapulver und gehackter Petersilie nach Belieben nach.

Gieße nun sozusagen das Eisen in die Form, indem du die Hackfleischfüllung und den vorher geruhsam aufgetauten Spinat in 2 Lagen übereinander auf die Pfannkuchen verteilst und diese mit flinken Fingern in Rollen verwandelst. Diese herrlichen, glänzenden Canneloni, die man im wahrsten Sinne des Wortes als handgeschmiedet bezeichnen kann. Lege man nun auf ein Backblech nebeneinander, so dass sie sich –fast– berühren.

Im allgemeinen menschlichen Beisammensein erinnert die Lage an
Löffelliegen. Diese wie ich bereits andeutete – erotisch glänzende Erzeugnis italienischer Herkunft (das Urrezept kommt aus der Lombardei, der Heimat der italienischen Freude) wird nun zu allem Überfluss mit geriebenem Parmesankäse bestreut.

Damit die leichte Käseüberkrustung geschmeidig bleibt und nicht zu stark bräunt oder gar schwarz wird (das wäre die Farbe der Trauer und schon aus diesem Grunde gänzlich unpassend), bitte ich dich, gewogener
Freund guter Küche, beträufle die Canneloni abschließend mit Olivenöl und verabreiche ihnen auf diese Weise sozusagen eine letzte Ölung.

Wenn du das Blech nach ca. 20 Minuten (Backofen 160 Grad vorgeheizt, Ober- und Unterhitze) seiner heißen Umgebung entnimmst, wird der wundersame Duft, der dem Ofen entweicht, den wahren Italiener in dir wecken.

Du magst zu den Canneloni noch eine Tomatensauce herstellen, mein persönliches Rezept geht so:

Brate viel klein geschnittenen Knoblauch in Olivenöl an, füge vor dem Braunwerden Tomatenpüree hinzu und würze dann mit Kräutern
aus der Heimat des Rezepts ( z.B. Rosmarin, Oregano, Basilikum).

»Ich verrate kein großes Geheimnis, wenn ich dringend empfehle,
zu diesem Rezept als möglichen Bestandteil eines italienischen Menüs
einen guten Rotwein (vielleicht aus der Toskana?) zu servieren.«

Buon appetito und Cin-Cin

Jürgen Deffner
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